Wappen von Knesebeck

Herzlich willkommen bei der

seit 1878

Freiwilligen Feuerwehr Knesebeck

sonst_lrbssw_nds
aktualisiert 24/01/10 19:05

1752
Wohl kaum ein Ort unseres Kreises ist in früheren Jahren so oft von verheerenden Bränden heimgesucht worden wie Knesebeck. Bereits 1752 wurde der Ort durch eine furchtbare Feuersbrunst fast vollständig zerstört. In der ersten grossen Brandkatastrophe am 16.07.1752 wurden innerhalb von nur einer Stunde 28 Häuser incl. Nebengebäuden von dem Feuer zerstört. Zahlreiche Bürger standen vor dem NICHTS. Ihr gesamtes Hab und Gut bestand nur aus den Kleidern, die sie noch am Leibe trugen.

Fast ein dreiviertel Jahrhundert später am 03.06.1825 lag Knesebeck wieder in Asche. Diesmal wütete das Feuer so furchtbar, dass ausser ein paar Häusern am Rande des Dorfes nichts verschont blieb. 53 Wohnhäuser und 78 Nebengebäude einschliesslich der Kirche St.Katharinen und dem Pfarrgebäude wurden zum Raub der Flammen. Indem noch unter dem Eindruck der Katastrophe geschriebenen Bericht des Amtes Knesebeck an die königliche Landförsterei in Lüneburg heisst es u.a.:

„Das durch diese schreckliche Feuersbrunst verursachte Elend ist unbeschreiblich. 92 Familien sind nicht allein ihres Obdachs, sondern auch alle des Ihrigen beraubt. Die unglücklichen haben sämtlich nichts gerettet, als das Zeug, mit welchem sie in dem Augenblick der Feuersbrunst bekleidet gewesen sind. An Rettung von Effekten und Vorräten war bei der fürchterlichen Schnelligkeit, mit welcher das Feuer um sich griff gar nicht zu denken, da im Zeitraum von einer viertel Stunde das ganze Dorf im brande stand. Einige sind davon dergestalt überrascht worden, dass sie ihr Leben nicht haben retten können. Bis jetzt wissen wir mit Gewissheit, dass 2 Männer und ein Kind von 6 Jahren das Leben eingebüsst, sehr viele aber so stark beschädigt worden sind, dass zum Teil ihre Wiederherstellung zu bezweifeln sei.“

1853
Auf Beschluss der Gemeindeverwaltung wurde 25 Jahre später die Pflichtfeuerwehr Knesebeck gegründet. Als genaues Datum wird der 6. Februar 1853 angegeben. Trotz der überlieferten guten Arbeit der Gemeindepflichtfeuerwehr entstand in Knesebeck im Jahr 1878 zusätzlich eine freiwillige Feuerwehr.

1878
22 Knesebecker Bürger gründen die Wehr. Die ersten Satzungen (genannt: Dienstreglement) wurden am 19. Februar 1878 vom Kommando der Wehr veröffentlicht. Aller Anfang war schwer

Für die Anschaffung der erforderlichen Löschgeräte und Ausrüstungsgegenstände mussten von jedem einzelnem, auch in finanzieller Hinsicht grossem Opfer gebracht werden. Das heute noch vorliegende Kassenbuch weisst im Gründungsjahr Ausgaben von insgesamt 2467,55 Mark aus. Davon 1200 Mark für die erste Feuerspritze mit 200 Fuss Schlauch, geliefert vom Kupferschmied Ernst Siemer aus Wittingen. 438 Mark für Bekleidung und 135 Mark für eine Steigeleiter, Laternen und anderes Ausrüstungsmaterial. Um diese hohen Ausgaben tragen zu können, wurde bei der Sparkasse Wittingen ein Kredit in Höhe von 1500 Mark aufgenommen und die Wehrmitglieder Friedrich Röver und August Lilie liehen der Wehr freundlicherweise 600 Mark. Zuschüsse, wie wir sie heute kennen, wie z.B. Gemeinde- oder Landkreismittel gab es seinerzeit nur spärlich, beziehungsweise gar nicht. Lediglich die Brandkassen unterstützten schon damals unsere Freiwillige Feuerwehr durch Prämien und Beihilfen. Als Unterkunft für die Löschgerätschaften diente das bereits vorhandene Spritzenhaus der Gemeinde, in welchem auch die Gerätschaften der Gemeindepflichtfeuerwehr untergebracht waren. Die Mitgliederzahl wuchs im Gründungsjahr auf 32 Kameraden an. Ein Bild zeigt diese Stolzen Kameraden vor Rövers Gasthaus.
Im Laufe der nächsten Jahre etablierte sich die Freiwillige Feuerwehr Knesebeck zunehmend, und zeigte bereits im Jahre 1883 ihre Fähigkeiten bei über 10 Einsätzen in Knesebeck und Umgebung.

1888
Am 22. August 1888 wurde vom Kommando der FFW ein Lieferungs- und Kaufkontrakt für den Zubringer „Hydrophor 5 B“ mit dem Kupferschmiedemeister Ernst Siemer abgeschlossen. Der Kaufpreis betrug 1.979 Mark. Interessant ist vielleicht einiges aus diesem Vertrage zu erwähnen. „Das Gerät liefert pro Minute bei 58 Doppelhuben 425 Liter Wasser mit einem 18 mm - starkem Strahl bei einer Reichweite von 34 – 37 Metern.“ Des weiteren wurde im November die Aufstellung einer Sanitätskolonne beschlossen. Von nun an gehörten 20 Kameraden, die eigens dafür ausgebildet wurden, dieser Kolonne an.

1890
Auf der ausserordentlichen Generalversammlung 1890 stand die Auflösung der Wehr bevor. Es wurde ein Schreiben an die Gemeinde verfasst, in dem es hiess, das es ungerecht sei, dass die Mitglieder der Wehr, welche fast nur aus Arbeitern und kleinen Leuten bestehe, sich für die grossen Besitzer im Ort aufopfern, und hierfür auch noch bares Geld hinzugeben müssen. Durch Zuschüsse der Gemeinde und durch Ausleihungen einzelnen Kameraden konnte die Krise gerade noch abgewandt werden. Interessantes ist aus einem Sitzungsprotokoll des Jahre 1895 zu berichten. Dort steht geschrieben:“ Wer während der Versammlung sich des Kartenspielens hingibt, hat mit einem Strafgeld in Höhe von einer Mark zu rechnen.“ Die finanzielle Krise war nunmehr überstanden und unsere Kassen waren von Grund auf saniert.

1899
Der bisher schwerste Schicksalsschlag unserer Wehr ereignete sich im Jahre 1899. Bei der Fahrt zu einem Brandeinsatz im Nachbarort Vorhop stürzte der Kamerad Schmidt so unglücklich vom Wagen, dass er seinen schweren Verletzungen erlag. An der Unglücksstelle wurde von seinem Kameraden ein Gedenkstein gesetzt. Dieser Stein wird in Würdigung noch heute von unserer Jugendfeuerwehr gepflegt und gesäubert.

1903
Bei allen Sorgen und Nöten, trotz harter Ausbildung und zahlreichen Einsätzen, wurde schon immer eine gute Kameradschaft und Geselligkeit gepflegt. Im Juni des Jahres 1903 konnte die Wehr ihr 25jähriges Jubiläum feiern. Der Mitgliederstamm der aktiven Wehr war bereits auf 50 Kameraden angewachsen.

1905
Das Jahr 1905 war in der Geschichte der Wehr ein ganz besonderes. Ein schon lange fehlender Schlauchturm am Gerätehaus wurde errichtet. Hier sei einmal auf die besonders kurze Entstehungszeit hingewiesen. Am 06. August wurde die Bauzeichnung dem Gemeindevorstand vorgelegt, von diesem geprüft und unterschrieben an das Landratsamt in Isenhagen weitergeleitet.
Am 12. August genehmigte der damalige Landrat Pfaffendorf den Bau und Mitte September war der Turm bereits fertiggestellt. Ein grosser Teil der Arbeiten wurde von den Kameraden in Hand- und Spanndiensten geleistet. Die Gesamtkosten konnten so mit 1.668 Mark sehr niedrig gehalten werden.

1910
Aus Anlass des 32.Stiftungsfestes der FFW Knesebeck fand am 01. Juli 1910 der 4. Kreisfeuerwehrtag in Knesebeck statt.

1914
Aufgrund des 1. Weltkrieges werden am 15. November 1914 20 Kameraden aus der Pflichtfeuerwehr in die FFW übernommen.

1928
Am 15. + 16. Juli des Jahres 1928 wurde in einem festlichen Rahmen das 50jährige Bestehen der FFW Knesebeck gefeiert. Aus diesem Anlass wurde der 12. Kreisfeuerwehrtag des Kreises Isenhagen in Knesebeck veranstaltet.
In den nachfolgenden Jahren wurde eine gute Zusammenarbeit mit der Pflichtfeuerwehr betrieben. Der gemeinsame Übungsbetrieb machte sich bei zahlreichen Einsätzen innerhalb und ausserhalb des Ortes bemerkbar.

1934
In den Dreissigern ging auch die politische Lage an den Feuerwehren nicht vorüber. Mustersatzungen und das neue Feuerschutzgesetz für Preußen wurden veröffentlicht. Am 03.06.1934 wurde auf einer Dienstversammlung die Neugliederung der Wehr bekannt gegeben. Von nun an erteilte der Provinzial-Feuerwehrführer seine Führerbefehle an die einzelnen Wehren. Statt des bisherigen Kommandos gab es jetzt einen Führerrat. Dieser Führerrat beschloss am 08. November 1934 die Antragsstellung zur Beschaffung einer Motorspritze bei der Gemeinde Knesebeck.

1940
Im Jahre 1940 wurde diesem Antrag statt gegeben und wir konnten die erste Motorkraftspritze TS 8 in Betrieb nehmen.

1945
Bereits 5 Jahre später kam eine zweite TS 8 vom damaligen Pionierpark hinzu. Beide Pumpen leisteten in den Folgejahren bei unzähligen Moor- und Flächenbränden gute Dienste. Nach Beendigung des 2. Weltkrieges war es dann zunächst August Lilie, der den Neuaufbau der Wehr vorantrieb

1953
An den Tagen des 19. und 20. Juli 1953 feierte die FFw Knesebeck Ihr 75. jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass wurde das Kreisfeuerwehrfest in Knesebeck durchgeführt. Zum Rahmenprogramm zählten damals eine Schauübung und ein Festumzug durch Knesebeck mit den Mitgliedern der Kreisfeuerwehr. Die Strassenränder waren mit Zuschauern überfüllt.

1955
Auf Initiative des Bürgermeisters Hemmenstedt wurde am 03.09.1955 eine Feuerwehrkapelle gegründet. Achtzehn spielfreudige Kameraden fanden sich, um gemeinsam zu musizieren. Der erste offizielle Auftritt fand am Dorfabend 1955 statt, bei dem drei Musikstücke dargeboten wurden.
Geübt wurde zu dieser Zeit bei dem Kameraden Olfermann in der Küche auf Krummmühle.

1957
Die Gemeinde übergibt im Jahre 1957 der Feuerwehr ein neues LF 8.

1962
Bürgermeister Oskar Hemmenstedt stiftete am 15.07.1962 eine Fahne für die Feuerwehr. Diese tragen wir bis heute in Ehren bei offiziellen Veranstaltungen.

1963
am 01.04.1963 übergab der Vorhoper Unterkreisbrandmeister Henneicke, ein gerngesehener Gast in Knesebeck, sein Amt an seinen Knesebecker Freund Heinrich Müller. In diesem Jahr zerstörte ein Grossfeuer das Sägewerk Bühring mit einem Schaden von rund 140.000,00 DM. Neben uns waren noch Kameraden aus Wittingen, Vorhop, Schönewörde, Betzhorn, Wahrenholz, und Westerholz im Einsatz.

1966
1966 war wieder ein Jahr der Freude. Aus alten Bundeswehrbeständen erhielt die Feuerwehr ein TLF 16. Dieses erhöhte die Schlagkraft der Feuerwehr enorm, da wir von nun an von Löschwasser für den Erstangriff unabhängig waren. Aus Platzmangel musste das Fahrzeug vorerst in einer nahegelegenen Garage untergestellt werden.

1968
Dies war einer der Gründe, warum 1968 der Grundstein unseres heutigen Gerätehauses gelegt wurde.

1969
Das Jubiläum zum 90. jährigen Bestehen wurde am 06. und 07. September 1969 gefeiert.
Am ersten Tag des Festwochenendes fand ein Kommersabend mit anschliessendem grossen Zapfenstreich unter der Leitung des neuen Musikzugführers Karl Schmidt statt. Bei den Wettkämpfen am nächsten Tag haben sich Feuerwehren aus dem gesamten Regierungsbezirk miteinander gemessen. Im Anschluss an die Siegerehrung marschierten die Teilnehmer und viele Gäste in einem Festumzug durch Knesebeck. Ziel war das neue Gerätehaus an der Mühlenstraße, welches in feierlichem Rahmen seiner Bestimmung übergeben wurde

1971
Im Jahre 1971 war die Kapelle der FFw Knesebeck auf stolze 18 Musiker angewachsen und führt seitdem den Namen „ Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Knesebeck“. Ein  zeigt den Musikzug im folgenden Jahr bei seinem ersten Auftritt in der Wittinger Stadthalle. Der Reinerlös der Veranstaltung wurde der Lebenshilfe gespendet

1973
Die Ereignisse überschlugen sich. Und so kam es, das sich am 20. Mai 1973 15 Jugendliche unter der Regie von Friedrich-Wilhelm Dierks und Heinz Bonness trafen, um eine Jugendfeuerwehr zu gründen. Pünktlich zum Kreisorientierungsmarsch der Kreisfeuerwehren Gifhorn, der in Knesebeck durchgeführt wurde, trat die bunte Truppe an.

1974
Im Zuge der Gebietsreform wurde 1974 die Einheitsgemeinde Wittingen gegründet. Den Vorsitz im neuen Stadtkommando erhielt Werner Hieke.
Als drittes Einsatzfahrzeug wurde der Wehr am 11.04.1974 ein Hilfeleistungslöschfahrzeug HiLF 8 übergeben. Seitdem ist die Knesebecker Wehr mit schwerem Atemschutz ausgestattet

1975
Ortsbrandmeister Heinrich Müller wird 1975 zum stellv. Kreisbrandmeister und zum ersten Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes gewählt. Himmelfahrt feierte die gesamte Wehr in einem rauschenden Feste mit einem Schwein vom Spieß und reichlich Gerstenkaltschale.
Im Jahr 1975 wütete im Landkreis Gifhorn ein Grossbrand, der sich über Wälder, Flächen und durch Moore hindurchfraß. Nach Auslösung des Katastrophenalarmes des Landkreises Gifhorn eilten uns Kameraden und Bereitschaften aus dem gesamten Bundesgebiet zu Hilfe. Der damalige Kreisbrandmeister Meyer verstarb bereits am ersten Tag an einem Herzinfarkt. Im Verlauf der folgenden Einsatztage kamen noch vier weitere Kameraden bei Meinersen ums Leben. Das war der schwerste Schicksalsschlag für die Feuerwehren im Landkreis Gifhorn. Der Oberkreisdirektor und der Landkreis bedankten sich für die aufopferungsvolle Hilfe bei diesem Inferno.

1978
Unermüdliche Stunden verbrachten die Kameraden bei der Vorbereitung des grossen Jubiläums. Glanzvolle Festtage zum 100. jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Knesebeck: Festkommers mit bekannten Künstlern aus Funk und Fernsehen, grosse Ausstellung „Vom Ledereimer zum Hubschrauber“, Delegiertenversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Gifhorn, Kreisjugendfeuerwehrtag und grosser Zapfenstreich. Der Festumzug rundete die tollen Tage ab.

1979
Am 12.03.1979 wurde in einer offiziellen Feierstunde das neue TLF 8W übergeben. Zu diesem Anlass spendierte die Stadt Wittingen ein Fass Bier, welches allerdings nicht lange reichte.

1980
1980 feierte der Musikzug sein 25. jähriges Bestehen. In einem glanzvollen Jubiläumskonzert bildete der Moderator Alfred Henke den Höhepunkt. Da der bisherige Ortsbrandmeister Heinrich Müller nach 20 Jahren Amtszeit seit kurzem Abschnittsleiter war, musste ein neues Knesebecker Feuerwehroberhaupt her. Walter Drangmeister wurde von der Versammlung gewählt. Seit diesem Tage ist Heinrich Müller Ehrenortsbrandmeister unserer Feuerwehr.
Die Jugendfeuerwehr veranstaltete zum ersten mal das Osterfeuer. Seither ist es fester Bestandteil und aus dem kulturellen Dorfleben nicht mehr wegzudenken.

1981
Im Jahr 1981 geht die Wehr eine Patenschaft mit der 3. Kompanie des  Panzer-Grenadier- Battallions 332 Wesendorf ein. Auf einer gemeinsamen Veranstaltung vom 18-20.09. wurde dieses Ereignis festlich besiegelt. Den Reinerlös dieser Tage spendeten die Patenschaften dem Kindergarten Knesebeck und der Behindertenwerkstatt in Munster.
Nach langen Übungsabenden belegte unsere Wettkampftruppe den ersten Platz bei den Stadtwettkämpfen und einen hervorragenden vierten Rang bei den nachfolgenden Kreiswettkämpfen.

1983
Vom 26.07. -02.08.1983 wütete im Knesebecker Waldgebiet Bullenberg-Malloh ein fürchterliches Brandinferno. 250 Hektar Wald und Strauchwerk verbrannten. Um 15.50 stellte der Oberkreisdirektor den Katastrophenfall fest. Neben den Wehren des Landkreises, sowie Bundeswehreinheiten mit Löschfahrzeugen und Bergepanzern war auch der Bundesgrenzschutz mit Wasserwerfern im Einsatz. Die entscheidende Unterstützung und erst die Möglichkeit der Lage Herr zu werden, gaben uns Transall-Geschwader der Bundeswehr und die herbeigerufenen Bereitschaften unserer Nachbarlandkreise Celle, Uelzen und Wolfsburg.

Auch unsere Jugendfeuerwehr wurde zum betanken der zahlreichen Löschfahrzeuge an den Hydranten eingesetzt. Die Bewohner des Wochenendgebietes Bullenberg wurden auf Grund der drohenden Gefahr frühzeitig evakuiert. Als Dank für die Rettung Ihrer Häuser spendeten sie der Wehr einen Betrag von        1630 DM. Allein bei diesem Einsatz leistete die Knesebecker Wehr 2512 Einsatzstunden ab. Einen Ausschnitt dieser Tragödie zeigt Ihnen die nun folgende Bilderserie.

1984
Der Ortsfeuerwehr Knesebeck wird ein neues LF 16 TS als Ersatz für das in die Jahre gekommene LF 8 übergeben. Ende April bricht wieder ein Waldbrand in der Nähe des grossen Schadensgebietes  vom Vorjahr aus. Für die Löscharbeiten werden weitere sieben Tanklöschfahrzeuge aus unserem Landkreis benötigt. Nach den Erfahrungen der Brandkatastrophe von 1983 entschloss sich das staatliche Forstamt vier Zisternen mit einem Fassungsvermögen von je 30.000 Litern eingraben zu lassen. Zwei weitere sollten kurz darauf noch folgen.

1985
Um eine schnelle, flächendeckende Hilfeleistung zu gewährleisten wurde für uns 1985 ein Rüstsatz angeschafft. Dieser Rüstsatz war von nun an auf dem HiLF verlastet und verhalf uns bei Verkehrsunfällen eine schnelle und patientengerechtere Unfallrettung. Nachdem man sich Anfang des Jahres mit der Kommune über die Nutzung der oberen Räumlichkeiten unseres Gerätehauses geeinigt hatte, konnte mit den Umbaumaßnahmen begonnen werden. Die Einweihung des neuen, grossen Schulungsraumes konnte am 28.12. nach über 680, in Eigenarbeit geleisteten, Arbeitsstunden gefeiert werden.

1987
Das Jahr 1987 stand ganz im Zeichen von Feierlichkeiten und Wettkämpfen. So wurde an verschiedenen      O-Märschen, den Stadtwettkämpfen, den Kreiswettkämpfen, den Jubiläumsveranstaltungen anderer Feuerwehren und am Vergleichsschießen unserer Patenkompanie teilgenommen.
Aber auch interne Veranstaltungen wie das Osterfeuer, das Poorthusfest des Musikzuges, die internen Wettkämpfe oder der Skat- und Knobelabend kamen nicht zu kurz. Höhepunkt dieses Jahres war unbestritten die Feuerwehrfahrt nach Moskau, an der über 50 Personen teilnahmen.

1988
Anfang 1988 wurde uns zum Dank für den schnellen Einsatz bei einem Werkstattbrand von einem Knesebecker Mitbürger ein antikes Strahlrohr der ersten Pariser Feuerwehr überreicht. Dieses wertvolle Stück hat bis heute einen ganz besonderen Platz in unserem Versammlungsraum. Anfang November starteten rund 50 Personen der Wehr zu einer 3-Tages-Fahrt nach Berlin. Nachdem man die Hauptwache und die Feuerwache Wannsee samt Feuerlöschboot besichtigt hatte, machte sich bei den Kameraden Entsetzen breit. Aus der Heimat vernahm man die Nachricht, das ein Wohnhaus in Knesebeck ein Opfer der Flammen wurde. Erleichterung bei allen Beteiligten, denn die verbliebenden Kräfte hatten diesen Einsatz mit Bravour gemeistert. So tat dieses Ereignis der Stimmung keinen Abbruch und die Reisenden setzten Ihre Fahrt freudig fort.

1989
Im Jahre 1989 bauten die Kameraden mit Hilfe von Friedel Göhrs und Heinz Wrede in unseren grossen Versammlungsraum eine Pokalwand ein. Trophäe um Trophäe reiht sich seitdem in dieser Wand. Langsam wird auch der Platz ein wenig eng. Allerdings werden wir unseren Ehrgeiz nicht bremsen, auch wenn die Wand aus allen Nähten platzt.
Im Oktober 1989 startete unser Musikzug zu seiner bisher weitesten Fahrt.
Auf die Floridatournee bereite sich der Zug in wochenlangem Üben sorgsam vor, um den Gastgebern in United States ein umfangreiches Repertoire seines Könnens zu zeigen. Pünktlich am 17. Oktober ging es dann für die 73 Teilnehmer los. Drei Tage lang begleite der Musikzug das 4. Oktoberfest des German American - Social - Club. Die Bilder sprechen Bände. Fast wie in Bayern feiern die Amerikaner dieses Fest. Als erste nicht Bayerische Musikgruppe war unser Musikzug zu dieser Veranstaltung geladen. Nach den anspruchsvollen Konzerten bildete ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Disney-Land und Cape Canaveral den Abschluss.

1991
Bei der Jahreshauptversammlung des Jahres 1991 wird der Hauptlöschmeister Robert Gottschalk aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Er blickte zu dieser Zeit auf 42 Jahre in der Feuerwehr Knesebeck zurück. Allein 30 Jahre davon arbeitete er im Ortskommando mit.

1992
Auf der Jahreshauptversammlung 1992 wird ihm aufgrund seines unermüdlichen Einsatzes zum Wohle der Feuerwehr die Ehrenmitgliedschaft zuerkannt. Knesebeck war in diesem Jahr Ausrichter der Stadtwettkämpfe. Bei herrlichem Sonnenschein erlebten alle teilnehmenden Ortsfeuerwehren einen ereignisreichen und gut organisierten Wettkampf.
In der Gemarkung Hermannsburg im Kreis Celle kam es in der darauffolgenden Zeit zu einem schwerem  Wald - und Flächenbrand. Auch wir leisteten mit dem ELW und dem LF 16-TS im Rahmen des damaligen Katastrophenschutzzuges unseren Beitrag zur Brandbekämpfung.

1993
Im Jahr 1993 feierte die Jugendfeuerwehr Ihr 20jähriges Bestehen. Ein Höhepunkt dieser Veranstaltung war der Orientierungsmarsch des Bereiches Grosses Moor
Schon seit vielen Jahren beneideten wir die Ortsfeuerwehr Gifhorn um Ihre köstliche Erbsensuppe aus der Feldküche. Nun machten wir Nägel mit Köpfen. Aus Bundeswehrbeständen beschafften wir eine Feldküche. Nach kurzer Aufarbeitungszeit formierte sich der neu gegründete Kochtrupp unter der Leitung von Heinz-Rolf Eberhardt. In den folgenden Jahren überraschten sie uns immer wieder mit kulinarischen Köstlichkeiten. Neben der traditionellen Erbsensuppe verwöhnten Sie uns mit neuen Gerichten. Grünkohl mit Bregenwurst, Spaghetti Bolognese und Burgunderschinken gehörten schon bald zum festen Repertoire ihrer Kochkünste.

Für Schlagzeilen sorgte im gleichen Jahr unser Musikzug. Während des Auftrittes beim Heideblütenfest in Bokel brach die Bühne zusammen. Zum Glück gab es nur leichte Verletzungen bei zwei Musikern. Der entstandene Sachschaden an den Instrumenten war mit 14.000,00 DM allerdings nicht unerheblich.

1994
Für die Knesebecker Wehr wurde 1994 ein neues Tanklöschfahrzeug TLF 24/50 von der Firma FGL aus Luckenwalde beschafft. Die Überführung verlief allerdings nicht gerade optimal. So blieb man doch 500 Meter vor dem Knesebecker Ortsschild mangels Kraftstoff liegen. Zu allem übel zog sich unser Ortsbrandmeister in Luckenwalde auch noch einen Bänderriss zu. Die offizielle Übergabe wurde Mitte Mai mit 150 Gästen gebührend gefeiert.
Unser altes TLF 8/18W vollzieht seinen guten Dienst seitdem bei den Kameraden aus Vorhop. Seit diesem Jahr übernehmen wir beim traditionellen Knesebecker Schützenfest den Sicherungsdienst des Festumzuges, da die Absicherung durch vereinseinige Ordner nach neuesten Bestimmungen nicht mehr statthaft war.

Die Ortschaft Knesebeck feierte im August Ihr 750- jähriges Bestehen. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde auch ein historischer Festumzug durchgeführt. Wir nahmen daran mit einer alten Handdruckspritze und einem fahrradfahrenden Hornisten teil.

1995
Unser Musikzug feiert im Sommer 1995 sein 40- jähriges Bestehen zusammen mit dem 60jährigem Jubiläum der Badeanstalt Knesebeck am Strandbad. In zwei Tagen wurde mit vielen anderen Knesebecker Vereinen, wie den Spielmannszügen, der Volkstanzgruppe und dem Männergesangsverein dieses Fest begangen. Am Samstag gaben sich die Musiker in einem Konzertnachmittag quasi die Klinke in die Hand. Abends wurde in einer Zeltdisco mit DJ noch mal richtig geschwoft. Der nächste Tag begann mit einem Feldgottesdienst und mal wieder mit köstlicher Erbsensuppe.

1996
Die Kreiswettkämpfe des Landkreises Gifhorn finden am 08. September 1996 in Knesebeck statt. Auf dem eigens dafür hergerichtetem Gelände des Kameraden  H.- H. Schacht erlebten alle Teilnehmer einen fairen Wettkampf. In gemütlicher Atmosphäre verbrachten wir noch einen langen Abend.

1998
Die Jugendfeuerwehr feierte im Mai des Jahres 1998 ihren 25. Geburtstag.
Nach dem abwechslungsreichen Kommersabend am Freitag folgte eine Wald- und Wiesenrallye, an dem viele ansässige Vereine und die geladenen Gastwehren teilnahmen. Nach vollzogener Arbeit tanzten und lachten wir mit allen Mannschaften bei der anschliessenden spontanen Scheunenfete bis in die Morgenstunden. Am Sonntag richteten wir einen Aktionstag unter dem Motto „Das Rettungswesen stellt sich vor“ aus. Mit einem großen Fahrzeugpark und zahlreichen Vorführungen begeisterten wir die Zuschauer.

Ende August besuchten 15 Kameraden unsere befreundete Feuerwehr in Neustadt- Dosse. Noch heute wird in lustiger Runde über so manche Anekdote dieser Fahrt herzhaft gelacht.

2000
Im Juni des Jahres 2000 mussten wir Abschied von unserem HiLF nehmen, welches wir über die Jahre hinweg in unsere Herzen geschlossen hatten. Alles was nicht niet- und nagelfest verankert war, wurde von unseren Kameraden als Andenken ausmontiert. Nicht einmal die Sitze verblieben im Fahrzeug. Der Herzschmerz dauerte aber nicht wirklich lange an, denn das neue Fahrzeug, das LF 24-30-2, war und ist ein sehr guter Ersatz mit allerlei zusätzlichen Spielereien.

2002
Das Jahr 2002 mit seinen Wetterkapriolen bescherte uns die meisten Einsätze in unserer bisherigen Geschichte. Heiße Sommertage mit glühender Hitze wurden von sintflutartigen Wolkenbrüchen mit Orkanböen abgewechselt, und hielten so die Knesebecker Feuerwehr im Schlagabtausch auf Trab.
Schwerwiegend kam in diesem Jahr hinzu, das wir innerhalb einer Woche mit zwei schweren Gebäudebränden zu kämpfen hatten, bei denen wir uns Hilfe von unseren Nachbarwehren holen mussten. Die Krönung in diesem Jahr war das Erreichen des Stadtmeistertitels bei dem Leistungswettbewerb der Feuerwehren in Stöcken.

2003
Nun, die Zeit geht voran, und so befinden wir uns im Jahr 2003. Viel Arbeit hat die letzte Zeit geprägt. Viel Spass war aber auch dabei. Wir hoffen das dieses Jahr genau nach unseren Vorstellungen verläuft, und eines ist sicher......... die Zeit und damit auch unsere Chronik wird unaufhörlich weitergehen.

Unser Jubiläum, einige Bilder

[Aktiv] [Einsätze] [Über uns] [So geht es zu uns] [Über Knesebeck] [Mannschaft] [Förderverein] [Fahrzeuge] [Links] [Impressum] [Newsletter] [Startseite] [Aktiv]